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"Boda-Boda" heißen die Fahrradtaxen in Uganda. Ihre Besitzer strampeln einige tausend Kilometer jährlich auf den sandigen Pisten zusammen. Transportiert wird alles: lebende Hühner, Wasserkanister, Menschen - für die wird der Gepäckträger mit einem Kissen gepolstert. Ganze Familien leben von dem Verdienst, den ein einziges Lastenrad einbringt. Der volkswirtschaftliche Gewinn dieses billigen und umweltfreundlichen Verkehrsmittels ist enorm, dies gilt für alle afrikanischen Länder. Doch nirgendwo gibt es eine eigene Fahrradproduktion. Die afrikanischen Politiker setzen lieber auf das Auto als "modernes" Verkehrsmittel und besteuern den Import von Rädern hoch. Eine Ausnahme ist Uganda. Dank der Lobbyarbeit des First African Bycicle Information Office (FABIO), einer Partnerorganisation der deutschen Jugendhilfe Ostafrika, arbeitet im Parlament eine staatliche Fahrradbeauftragte. FABIO unterhält in der Stadt Jinja am Viktoriasee ein eigenes Büro mit zwei Angestellten. Bis zum Jahr 2008 soll Jinja mit seinen 100 000 Bewohnern zur fahrradfreundlichsten Stadt Afrikas werden.

