Ehrenamtliche Eulenschützerin beim Nabu
"Es ist großartig, den Tieren nahe zu sein"
Jasmin Speckhardt, 43, aus Seeheim-Jugenheim schützt ehrenamtlich mit dem Naturschutzbund wildlebende Eulen. Warum macht sie das?
Eulenschützerin Jasmin Speckhardt, 43, im T-Shirt steht im Grünen mit einem kleinen Kauz in der Hand
Jasmin Speckhardt vom Nabu kümmert sich um Eulen und Käuze
Zino Peterek
Tim Wegner
22.06.2022
1Min

Sie sind ehrenamtliche Eulenschützerin. Was gibt’s da so zu tun?

Wir bringen Nisthilfen an, kontrollieren die Brut, ­erheben Forschungsdaten und ich ­übernehme auch die Pressearbeit.

Warum machen Sie das?

Es ist großartig, diesen eindrucksvollen Tieren nah zu sein. Man sieht, dass man wirklich etwas bewirkt, wenn Steinkäuze und Schleiereulen in unserer Region brüten und ihre Zahl wieder steigt.

Welche Eigenschaften braucht man?

Geduld, anpacken können, Respekt vor den Tieren. Und zwei bis drei Stunden Zeit pro Woche.

Was war das schönste Ereignis?

Meine erste Kontrolle der Brutstätten: Ein Nistplatz für Schleiereulen war vor 20 Jahren eingerichtet worden. Mein ­Kollege sagte, nie sei ein Paar eingezogen. Wir sehen nach – und da brüten welche!

Was nervt?

Wir müssen die Brutplätze vor allzu neugierigen Spaziergängern und Fotografen geheimhalten. Denn im schlimmsten Fall geben Eulen ihre Brut auf.

Was hat Sie überrascht?

Steinkäuze und Schleiereulen sind ­geschützt und für den Umgang gibt es strenge Regelungen. Wenn man Eulen und ihre Brut gefährdet, sind die Strafen bis zu mehrere Tausend Euro hoch.

Eulen über Eulen

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Sehr geehrte Damen und Herren!
Welch Sisyphusarbeit, das wieder geradezurücken, was andere auseinander gerückt haben.
Tiere, die in der Natur leben oder gekebt haben verschwinden nicht so einfach mit einem Hokuspokus von der Bildfläche.
Aber warum sind sie dann plötzlich weg oder drohen uns an, jetzt im Moment aussterben zu wollen bzw. zu müssen!
Wir Menschen machen unserer Ding, aber dieses Dingmachen nimmt oft keine Rücksicht auf die Natur, da werden Böden versiegelt, zugeteert oder zubetoniert, nach dem bekannten Motto: "Nach uns die Sintflut", bis dann diese Sintflut da ist und alles mitreißt, was nicht niet- und nagelfest ist.
Schöne Grüße aus dem Ahrtal und den Ahrteilbewohnen, die nach der Flut einfach (von der Politik) im Regen stehengelassen worden sind!
Eulen haben es da etwas einfacher, die könnten sofern sie wollen, auf- und davonfliegen, aber nur wohin fliegen, das ist die Frage?
Ihre Riggi Schwarz